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Sehr aufrecht saß Katharina Beck auf dem Fußboden an der Wand, die Knie dicht an den Körper gezogen. So beobachtete sie die schemenhafte Dunkelheit um sich herum.

Die junge Frau, die auf so grausame Weise getötet worden war, hatte Katharina weder gekannt noch ein Foto von ihr gesehen. Trotzdem spürte sie die Hilflosigkeit. Die Verzweiflung. Den Schmerz.

Auch deshalb hatte sie sich von Jacobi, diesem Journalisten, überreden lassen, ihn bei den Recherchen zu unterstützen. Das war ihr Job und darin war sie exzellent. So hatte sie schnell eine Verbindung hergestellt, die es eigentlich gar nicht geben konnte. Was würde sie noch entdecken? Jacobi vermutete, dass dieser Mord erst der Anfang war. Der Anfang wovon?

Und wie sollte das überhaupt gehen mit Jacobi, einem Mann? Für ihn war es nur eine große Story. Ein Abenteuer, in das er sich stürzte. Doch Katharina wusste, wie es war, wenn man fiel. Die Arbeit mit Schindler, ihr ganzes Leben war ein täglicher Kampf um ein bisschen Selbstbehauptung und Kontrolle.

Natürlich fragte auch sie sich, wer zu einer derartigen Tat fähig war. Jacobi glaubte an Hexenverbrennungen. An den TeVfel. Doch Katharina war überzeugt, dass die schlimmsten Monster jene waren, denen man es nicht ansah. Die Unauffälligen. Die Freundlichen von nebenan.

Die, die mit einem Lächeln töteten.

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