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Er polterte und tobte, kritzelte Unleserliches an die Tafel, widersprach sich selbst in einem einzigen Satz. Historisches Seminar, die wöchentliche Teamsitzung mit Prof. Schindler. Sieben Leute in einem überhitzten Besprechungsraum hörten aufmerksam zu, nickten beflissen. Hinter seinem Rücken grinsten sie über ihn. Katharina konnte das nicht. Ihr Mund war trocken, die Hände schweißnass. Sie fühlte sich gefangen, ausgeliefert. In diesen Momenten stellte sie sich vor, Schindler würde von einem Auto überfahren.

Nach der Sitzung flüchtete sie in die Bibliothek. Hier arbeitete sie an ihrer Habilitation, ihrem Schlüssel in die Freiheit. Von Anfang an stand für sie fest, dass sie Frankfurt danach verlassen würde. Weg von Schindler.

Sie liebte die Arbeit mit den Quellen, den Geruch des Papiers, die umständliche Sprache. Langsam beruhigte sie sich und vergaß alles um sich herum. Als ob sie einer Spur folgte, die nur sie erkennen konnte. Immer weiter, immer tiefer, gespannt, wohin es sie führen würde.

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