Holm genoss diesen Moment.
Durch den Wirtschaftsraum war er unbemerkt ins Haus gelangt. Jetzt lehnte er in der Tür zum Wohnzimmer, alles großzügig, sehr modern. Es interessierte ihn nicht.
Stattdessen trat er einige Schritte in den Raum. Aus dem Garten drangen Lachen und Schreien. Forster spielte Fußball mit seinem kleinen Sohn. Die Frau schnitt Blumen und sah zu. Holm wog die Waffe mit dem Schalldämpfer in der Hand und spürte wieder die leise Erregung. Wenn sie sich jetzt umdrehten, würden sie ihn sehen. Er begann zu zählen.
Als er bis 19 gekommen war, stieg er die Treppe hinauf. Im Kinderzimmer überall Spielzeug und Bücher. Er konnte sich nicht erinnern, dass ihm jemand vorgelesen hätte.
Neben dem Schlafzimmer lag das Arbeitszimmer. An den Wänden lehnten die Plakate der Kampagne. Holm interessierte sich nicht für Politik. Zu viel Gerede, zu viel Geschacher. Er mochte es einfach und klar. Das schätzte er an seinem Job. Dazu gehörte auch, möglichst wenig über die Hintergründe zu wissen. Trotzdem war ihm bewusst, dass dieser Auftrag anders war und deshalb nicht uninteressant. Nur sein Auftraggeber war ihm suspekt. Der alte Mann hatte verlangt, dass Holm diese Sache mit Forsters Blut anstellte.
Draußen war der Politiker im Begriff, mit dem Spielen aufzuhören. Zeit für Holm zu gehen. Er hatte genug gesehen, wollte den Augenblick aber noch ein wenig auskosten.
Er begann, noch einmal zu zählen.
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