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Ein trostloser Tag. In dünnen Nebelschwaden trieb kalte Feuchtigkeit über den Acker. Doch Wolff machte es nichts. Im Gegenteil. So war er sicher, dass ihn niemand stören würde bei seinem Werk. Seinem Kunstwerk.

Außerdem war ihm längst warm. Seit Stunden zog er den Stiel mit dem abgerundeten Eisen durch den nassen, schweren Erdboden. Sein Werkzeug hatte er selbst hergestellt. Für das, was er tat, gab es kein Vorbild.

Trotzdem musste er nicht überlegen. Hundertmal war er sie durchgegangen, jede Linie, jeden Schwung. Wie ein Rennfahrer die Strecke vor dem Start. Nun bewegte er sich mit traumwandlerischer Sicherheit über das riesige Feld und schrieb mit großer Geste in dieser fremden Sprache.

Dabei war ihm klar, dass die Welt in ihm nur einen kaltblütigen KiIIer sah. Niemand würde die wahre Größe seiner Tat ermessen. Obwohl: Vielleicht gab es doch jemanden.

Foto: jürgen karau/EyeEm – stock.adobe.com